Einleitung
Dieses Rezept zeigt, wie du mit einer einfachen, aromatischen Marinade aus Lorbeer, Knoblauch, Olivenöl und Zitronenschale zarte und saftige Steaks zauberst. Die Kombination aus Lorbeerblatt und Knoblauch gibt Tiefe, während Olivenöl und Zitronenschale Frische und Saftigkeit liefern. Ideal für den Grill, aber auch für die Pfanne geeignet.

Zutaten (für 4 Portionen)
- 4 Steaks à 200–250 g (z. B. Ribeye, Rumpsteak oder Entrecôte)
- 4–6 frische Lorbeerblätter (ganz oder leicht zerdrückt)
- 3–4 Knoblauchzehen, fein gehackt oder gepresst
- 80–100 ml Olivenöl (extra vergine)
- Abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone (nur die Schale, kein Weißes)
- 1 TL grober schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- Salz nach Geschmack (siehe Hinweis zum Salzen)
- Optional: 1 TL Senf, frische Kräuter wie Rosmarin oder Thymian
Zubereitung der Marinade
In einer Schüssel Olivenöl, gehackten Knoblauch, Zitronenschale und den frisch gemahlenen Pfeffer gut vermischen. Lorbeerblätter leicht anbrechen oder mit der Rückseite eines Messers andrücken, damit sie mehr Aromen abgeben, und zur Mischung geben. Bei Verwendung optionaler Kräuter diese fein hacken und hinzufügen. Wer mag, rührt noch 1 TL Senf unter die Marinade für mehr Bindung.
Marinieren: Dauer & Tipps
Steaks mit Küchenpapier trocken tupfen. Es gibt zwei gute Methoden beim Salzen vor dem Marinieren:
- Trockenes Salzen 40 Min bis 24 Std vor dem Grillen (Dry Brine): Steak leicht salzen und offen im Kühlschrank ruhen lassen. Das verbessert die Textur und zieht Feuchtigkeit nicht dauerhaft heraus.
- Sofortiges Salzen just vor dem Grillen: Wenn du marinierst, kannst du auch erst kurz vor dem Grillen salzen, besonders wenn die Marinade Zitronensaft enthält (wir empfehlen hier nur Zesten, nicht viel Saft).
Marinierdauer: Mit nur der Zitronenschale (kein Saft) ist eine Marinierzeit von 30 Minuten bis 24 Stunden unproblematisch. Wenn du Zitronensaft verwenden willst, dann maximal 1–2 Stunden, da Zitronensäure das Fleisch bei zu langer Einwirkung „garen“ bzw. zäh machen kann.
Grillen: Temperatur und Garzeiten
Vor dem Grillen das Steak aus der Marinade nehmen und überschüssiges Öl abtropfen lassen; trocken tupfen, damit schöne Röststellen entstehen. Die Lorbeerblätter kannst du entweder mitgrillen (geben Rauch-Aroma) oder sie vor dem Servieren entfernen.
Empfohlene Grilltemperaturen:
- Direkte hohe Hitze zum Anbraten: 230–300 °C (stark erhitzen, um Kruste zu erzeugen).
- Indirekte mittlere Hitze zum Fertiggaren: 150–180 °C, falls dein Steak dicker ist und nach dem Anbraten sanft weitergaren soll.
Richtwerte für Steaks von 2–3 cm Dicke (je nach Grill und Hitze variieren Zeiten):
- Rare: 1,5–2 min pro Seite, Kerntemperatur 50–52 °C
- Medium rare: 2–3 min pro Seite, Kerntemperatur 55–57 °C
- Medium: 3–4 min pro Seite, Kerntemperatur 60–63 °C
- Well done: länger und bei indirekter Hitze fertig garen, Kerntemperatur über 70 °C
Der Einsatz eines Fleischthermometers ist sehr zu empfehlen, um den gewünschten Gargrad präzise zu treffen.
Nach dem Grillen
Steaks nach dem Grillen 5–10 Minuten ruhen lassen, locker mit Alufolie abdecken. Dadurch verteilen sich die Fleischsäfte wieder gleichmäßig und das Steak bleibt saftig. Anschließend gegen die Faser aufschneiden und servieren.
Serviervorschläge
Als Beilagen passen Ofenkartoffeln, gegrilltes Gemüse oder ein frischer Salat. Eine Kräuterbutter, Chimichurri oder ein leichter Joghurtdip ergänzen die Aromen wunderbar. Für ein auffälliges Lorbeer-Aroma kannst du ein kleines Lorbeer-Kräuter-Öl herstellen und über das Steak träufeln.
Weitere Tipps
- Qualität des Fleisches: Gutes Fleisch macht den größten Unterschied. Kaufe nach Reifung (Dry-Aged oder gut marmoriert).
- Grilltechnik: Für besonders schöne Röstaromen das Steak zuerst scharf anbraten (Close the lid kurz nicht nötig), dann bei indirekter Hitze fertig garen.
- Marinadevariationen: Wer es intensiver mag, kann die Marinade mit etwas Sojasauce oder Worcestershiresauce ergänzen (kleine Mengen), aber vorsichtig sein mit zu viel Salz.
Mit dieser einfachen, aber effektiven Marinade aus Lorbeer, Knoblauch, Olivenöl und Zitronenschale gelingen saftige Steaks mit feinem Aroma. Guten Appetit und viel Erfolg beim Grillen!

Tolles Rezept! Die Idee mit der Zitronenschale statt Saft war für mich neu und hat wirklich gut funktioniert. Das Steak blieb schön zart.
Danke für die genauen Temperaturen — mein Thermometer hat mir sehr geholfen, genau den gewünschten Gargrad zu treffen.
Ich habe die Lorbeerblätter mitgegrillt und das Aroma war wunderbar rauchig. Tipp: Nicht zu lange marinieren, sonst wird die Oberfläche zu intensiv.
Gute Anleitung. Ich habe noch etwas Rosmarin dazugegeben. Als Beilage passten Ofenkartoffeln perfekt.