Ein Risotto lebt von guter Brühe und sorgfältiger Technik. Dieses Rezept nutzt eine einfache, aber wirkungsvolle Methode: die Infusion der Brühe mit Lorbeer, die dem Gericht eine dezente Tiefe verleiht, und die Aufhellung der Aromen mit frischer Zitrone. Das Ergebnis ist ein cremiges, wunderbar aromatisches Risotto mit einer feinen Zitrusnote.

Zutaten (für 4 Personen)
- 320 g Carnaroli- oder Arborio-Reis (Carnaroli bevorzugt für bessere Bissfestigkeit)
- 1,2–1,4 l Gemüse- oder Hühnerbrühe
- 2 frische Lorbeerblätter (für die Infusion)
- 1 kleine Zwiebel oder Schalotte, fein gehackt
- 100 ml trockener Weißwein
- 2 EL Olivenöl
- 2 EL kalte Butter
- 60–80 g frisch geriebener Parmigiano Reggiano
- 1 unbehandelte Zitrone: Abrieb und 1 EL Saft (je nach Geschmack)
- Salz, frisch gemahlener Pfeffer
Die Brühe mit Lorbeer infundieren
Gute Brühe ist die Basis. Erhitzen Sie die Brühe leicht (nicht kochen lassen) und geben Sie die Lorbeerblätter hinein. Lassen Sie die Lorbeerblätter bei niedriger Hitze 20–30 Minuten ziehen, damit sich die ätherischen Öle entwickeln. Danach durch ein feines Sieb gießen und warm halten. Wichtig: Brühe beim Risotto stets warm halten, damit die Temperatur beim Eingießen nicht den Garprozess stoppt.
Zubereitung des Risottos
- Zwiebel in Olivenöl glasig schwitzen, ohne Farbe nehmen zu lassen.
- Reis hinzufügen und bei mittlerer Hitze kurz anschwitzen, bis er leicht glasig wird (keine Farbe).
- Mit Weißwein ablöschen und rühren, bis der Wein fast verdampft ist.
- Sukzessiv eine Kelle warme, Lorbeer-infusierte Brühe hinzufügen. Rühren, bis die Flüssigkeit aufgenommen ist, dann wieder Brühe nachgießen. Vorgang wiederholen, bis der Reis al dente ist (Carnaroli etwa 16–18 Minuten). Achtung: Nicht pausenlos stürmisch rühren, aber regelmäßig bewegen, damit Stärke austritt und die richtige Cremigkeit entsteht.
- Wenn der Reis fast fertig ist, Zitronenabrieb unterrühren und mit Salz, Pfeffer abschmecken. Optional 1 EL Zitronensaft hinzufügen, aber vorsichtig dosieren, damit die Säure das Gericht nicht überwältigt.
- Vom Herd nehmen und die kalte Butter sowie den Parmesan einrühren (Mantecatura). Eine Minute ruhen lassen, dann sofort servieren.
Warum Lorbeer und Zitrone zusammenpassen
Lorbeer liefert aromatische, leicht herb-bittere Noten, die in der Brühe Tiefe schaffen, ohne dominant zu sein. Zitrone hingegen hebt und beleuchtet diese Aromen: Schale gibt feine ätherische Öle, der Saft bringt Frische und säurebedingte Balance. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass das Risotto sowohl komplex als auch lebendig schmeckt.
Tipps & Varianten
- Reissorten: Carnaroli bietet mehr Verzeihbarkeit beim Garen, Arborio ist verbreitet und funktioniert gut, Vialone Nano ergibt eine sämigere Textur und eignet sich für kürzere Kochzeiten.
- Brüheintensität: Für kräftigeren Geschmack Hühnerbrühe verwenden, für eine leichte Variante Gemüsebrühe.
- Timing: Probieren Sie den Reis gegen Ende der Garzeit – er soll außen cremig und innen noch leicht bissfest sein.
- Verfeinerung: Ein Löffel Mascarpone statt Teil der Butter macht das Risotto noch sahniger, ohne den Geschmack zu überdecken.
- Serviervorschlag: Frisch gehobelter Parmesan, etwas Zitronenzeste obenauf und ein paar Tropfen gutem Olivenöl.
Aufbewahrung
Risotto schmeckt frisch am besten. Reste lassen sich jedoch bis zu 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Beim Erwärmen etwas Brühe oder Wasser und frischen Zitronensaft ergänzen, damit die Cremigkeit und Frische zurückkommen.
Mit dieser Methode erhalten Sie ein Lorbeer-Risotto mit klarer, aber eleganter Geschmacksstruktur: die subtile Harmonie von Lorbeer und die belebende Helligkeit der Zitrone macht es zu einem besonderen Gericht für Gäste und Alltag gleichermaßen.

Danke für das Rezept! Die Idee mit der Lorbeer-Infusion hat mein Risotto wirklich aufgewertet. Habe es mit Carnaroli gemacht und es war perfekt.
Toller Tipp, die Brühe vorab zu aromatisieren. Ich habe nur eine Frage: Wie lange kann man die infundierte Brühe aufbewahren? Zwei Tage im Kühlschrank?
Ich habe stattdessen vegane Butter und Hefeflocken benutzt – sehr lecker! Die Zitrone gibt eine schöne Frische.